Anprache von Gerfried Horst, 1. Vorsitzender des Vereins "Freunde Kants und Königsbergs i.V" zur Enthüllung der Tafel am 22.04.2012 im Dom zu Königsberg
Мeine sehr verehrten Damen und Herren!
Als Sie, sehr verehrter Herr Odinzow, mir Anfang März dieses Jahres sagten, dass Sie hier im Dom eine Gedenktafel für die bedeutendsten Gelehrten der Königsberger Universität &dbquo;Albertina anbringen wollten, war ich überrascht davon, wie einfach und wie selbstverständlich diese Idee war.
Man braucht gar keine Begründung dafür. Genau gegenüber dem Dom befand sich das Gebäude der alten Universität; der Dom war seit Jahrhunderten Universitätskirche; hier wurden in alter Zeit die Professoren der &dbquo;Albertina" begraben, zuletzt der berühmteste von allen, Immanuel Kant.
Die Gedenktafel mit den Namen der größten Gelehrten der Königsberger Universität wird von nun an allen Besuchern des Doms zeigen, welche geistige Bedeutung die &dbquo;Albertina auch heute noch für die Stadt und die ganze Welt hat. Wir alle sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie, sehr geehrter Herr Odinzow, diese Idee hatten und sie verwirklicht haben.
Zu der feierlichen Enthüllung der Gedenktafel überbringe ich herzliche Grüße der Herren K. Weigelt, L. Grimoni und Dr. E. Neumann-Redlin von der Stadtgemeinschaft Königsberg, die sich mit einer großen Spende an den Kosten der Gedenktafel beteiligt hben. Die Vorsitzenden bedauern sehr, dass sie heute nicht hier sein können. Die Gesellschaft der Freunde Kants und Königsbergs, deren Vorsitzender ich bin, hat für die Gedenktafel ebenfalls Spenden gesammelt.
Die größten privaten Einzelspenden für die Gedenktafel kamen von den direkten Nachkommen von Robert Motherby, des Freundes Immanuel Kants, Frau Marianne Motherby und ihrem Bruder John Motherby, die heute beide hier anwesend sind, und von Herrn Dr. E. Neumann-Redlin von Meding und seinen Brüdern Dr. Christian und Dr. Wolfgang Neumann- Redlin, die von den großen Königsberger Gelehrten Karl Gottfried Hagen, Friedrich Wilhelm Bessel und Franz Neumann abstammen. Das zeigt, dass die Nachkommen der berühmten Königsberger Familien sich weiterhin mit der Stadt verbunden fühlen.
Möge diese Gedenktafel von nun an für Jahrhunderte hier im Dom hängen und zukünftige Generationen an die großen wissenschaftlichen Leistungen von Gelehrten der &dbquo;Albertina" erinnern! Möge die Immanuel-Kant-Universität die große Tradition der &dbquo;Albertina" fortsetzen! Möge diese Gedenktafel ein Bindeglied zwischen der alten Stadt Königsberg und der heutigen Stadt Kaliningrad sein und möge daraus wieder die ungetrennte Geschichte ein und derselben Stadt entstehen.